FAQs - häufig gestellte Fragen und Antworten

Hier finden Sie insbesondere Antworten auf Fragen zur Einreise, zu Absonderungsbescheiden, zu behördlichen Testungen und zum Contact Tracing.

Allgemeines zu Corona und zu bundesweiten Maßnahmen

Die aktuellen bundesweit geltenden Maßnahmen werden durch die Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, mit der besondere Schutzmaßnahmen zur Verhinderung einer Notsituation auf Grund von COVID-19 getroffen werden (4. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung) bestimmt.

Sie finden diese Verordnung sowie weitere Verordnungen, wie die COVID-19-Einreiseverordnung oder die COVID-19-Risikogruppe-Verordnung auf der Webseite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

Auf dem Dashboard der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, kurz AGES, finden Sie aktuelle Zahlen zu den durchgeführten Testungen, positiven Fällen, genesenen Fällen, verstorbenen Fällen, aktiven Fällen sowie Zahlen zu Hospitalisierungen. Auch Zahlen der jeweiligen Bundesländer können durch Klick auf die Abbildung des Bundeslands eingesehen werden.

Die Daten, die dem AGES Dashboard zugrunde liegen, entstammen dem Epidemiologischen Meldesystem (EMS). Das Epidemiologische Meldesystem (EMS) ist die gemeinsame Datenbank aller österreichischen Bezirksverwaltungsbehörden (BVB), aller Landessanitätsdirektionen, des Gesundheitsministeriums sowie der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

Wissenschaftlich fundierte Informationen finden Sie auf der Webseite der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES).

Die Aufklärung von Mythen rund um das Coronavirus hat sich die Donau Universität Krems zur Aufgabe gemacht. Deren Ergebnisse werden unter https://www.medizin-transparent.at/coronavirus-fakten/ veröffentlicht.

Tipps und Verlinkungen, an welchen Stellen weitere wissenschaftlich gesicherte Fakten zu COVID-19 und zum Coronavirus gefunden werden können, werden von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zur Verfügung gestellt.

Allgemeine Informationen zur COVID-19-Schutzimpfung, zu den bisher zugelassenen Impfstoffen, zum bundesweiten COVID-19-Impfplan als auch Antworten zu häufig gestellten Fragen finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

Das Gesundheitsministerium hat gemeinsam mit der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) eine Infohotline zur COVID-19-Impfung eingerichtet. Unter der Telefonnummer 0800-555-621 werden medizinische Fragen zur Wirksamkeit und zur Sicherheit der Impfstoffe beantwortet. Die Hotline ist sieben Tage die Woche rund um die Uhr erreichbar. 

Informationen zur Impfung in Niederösterreich, zur Vorregistrierung sowie zur Anmeldung finden Sie auf der Webseite der für die Impfkoordination in Niederösterreich zuständigen Notruf NÖ GmbH unter http://www.impfung.at/



Einreise nach Österreich

Zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 sollen Reisetätigkeiten derzeit auf unbedingt notwendige Reisen eingeschränkt werden. Personen außerhalb der EU/des EWR dürfen nur nach Österreich einreisen, wenn sie einen besonderen Bezug zu Österreich haben (Staatsbürgerschaft, Wohnsitz, Aufenthaltstitel, etc) oder wenn ein wichtiger Grund für die Einreise vorliegt.

Allgemein gilt, dass Personen, die reisen, ohne dass dies unbedingt notwendig wäre, bei der Einreise einen negativen Test vorweisen müssen und eine zehntägige Quarantäne antreten müssen. Diese Quarantäne kann frühestens am fünften Tag nach der Einreise durch einen neuerlichen negativen Test vorzeitig beendet werden.

Vor der Einreise ist ein Online-Formular (Pre-Travel-Clearence) auszufüllen.

Die genauen Bestimmungen werden durch die COVID-19-Einreiseverordnung geregelt. Ausführliche Informationen sowie das Online-Registrierungsformular finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

Ja, die Verordnung sieht z.B. in folgenden Fällen keine Quarantäne vor:

  • Berufliche Reisen (§ 4 Abs. 3 und § 5 Abs. 4 COVID-19-EinreiseVO)
  • Einreise aus medizinischen Gründen (§ 6 COVID-19-EinreiseVO)
    Unter diese Ausnahme fallen Personen, die unbedingt notwendige medizinische Leistungen in Anspruch nehmen müssen und deshalb die Grenze überqueren.
  • Pendler (§ 6a COVID-19-EinreiseVO)
    Unter diese Ausnahme fallen Personen, die zu beruflichen Zwecken, zur Teilnahme am Schul- und Studienbetrieb, zu familiären Zwecken oder zum Besuch des Lebenspartners regelmäßig (mindestens einmal pro Monat) pendeln.
  • Besonders berücksichtigungswürdige Gründe im familiären Kreis (§ 7 COVID-19-EinreiseVO)
    Diese Ausnahme umfasst Reisen aus unvorhersehbaren, unaufschiebbaren, besonders berücksichtigungswürdigen Gründen im familiären Kreis wie z.B. schwere Krankheitsfälle, Todesfälle, Begräbnisse, Geburten sowie die Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen in Notfällen.
  • Sonstige Ausnahmen (§ 8 COVID-19-EinreiseVO)
    Ausgenommen sind z.B. auch Durchreisen durch Österreich oder die Einreise, wenn sie zur Aufrechterhaltung des Güter- und Personenverkehrs notwendig ist.

Wenn man der Meinung ist, dass einer der Ausnahmegründe zutrifft, ist dieser Ausnahmegrund im Pre-Travel-Clearence-Formular unbedingt anzukreuzen und muss im Falle einer Grenzkontrolle glaubhaft gemacht werden können.

Auch wenn die Quarantäne in diesen Ausnahmefällen entfällt, gelten teilweise eine Testverpflichtung bzw. eine Registrierungsverpflichtung. Genaue Informationen zu den Ausnahmebestimmungen finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

Das sogenannte „Pre-Travel-Clearence-Formular“ finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie unter entry.ptc.gv.at . Bei der Einreise muss die Sendebestätigung des ausgefüllten Formulars in ausgedruckter oder digitaler Form vorgewiesen werden können.

Wenn man aufgrund der Einreise eine Quarantäne antreten muss, ist eine Freitestung frühestens ab dem fünften Tag möglich. Dabei ist zu beachten, dass der Einreistag als Tag 0 zählt.

Beispiel:

Einreise erfolgt am 10.02.2021 in der Früh. Der Einreisetag zählt als Tag 0, der 11.02.2021 ist damit Tag 1, etc. Eine Freitestung ist damit ab dem 15.02.2021 möglich.

Personen, die aus beruflichen Gründen einreisen, können sich jederzeit aus der Quarantäne freitesten.

Die Bestimmungen der COVID-19-EinreiseVO gelten unmittelbar, weshalb keine eigenen schriftlichen Bestätigungen oder Bescheide vorgesehen sind. Für eine Quarantäne nach einer Einreise besteht auch kein Vergütungsanspruch nach dem Epidemiegesetz.

Nutzt man die Möglichkeit einer Freitestung aus der Quarantäne endet die Quarantäne automatisch, wenn durch eine befugte Stelle ein Test durchgeführt wird, das Testergebnis negativ ist und der Test frühestens am fünften Tag durchgeführt wurde. Eine eigene Bestätigung der Gesundheitsbehörde über das Ende der Quarantäne ist nicht erforderlich.

Bitte behalten Sie das negative Testergebnis bei sich auf, damit Sie es im Falle einer behördlichen Quarantäne-Kontrolle vorweisen können.

Sie können eine Kopie/ein Foto des negativen Testergebnisses zur Information über die erfolgte Freitestung, an die für ihren Quarantäneort zuständige Gesundheitsbehörde übermitteln.

Möglicherweise haben Sie übersehen, bei der Online-Registrierung (Pre-Travel-Clearence-Formular) anzukreuzen, dass bei Ihnen eine Ausnahme vorliegt.

Für nähere Auskünfte können Sie sich an die NÖ Corona Hotline (02742 / 9005 – 14300) wenden.



Tests

Es gibt verschiedenste Tests, die zum Nachweis einer aktuellen bzw. vergangenen SARS-CoV-2-Infektion verwendet werden. Es sind dabei vor allem drei Gruppen von Tests zu unterscheiden:

PCR-Tests

PCR-Tests (Polymerasekettenreaktion) dienen dem Nachweis einer aktuellen SARS-CoV-2-Infektion und können bereits in der Frühphase der COVID-19-Erkrankung mit hoher Genauigkeit das Virus nachweisen. Ein positives Testergebnis bedeutet, dass eine Ansteckung mit COVID-19 erfolgt ist. Für PCR-Tests werden in der Regel Proben mittels Nasen- oder Rachenabstrich entnommen. Bei den derzeit üblichen PCR-Testverfahren werden die genetischen Informationen des Virus aus geringen Probenmengen in mehreren Zyklen vervielfältigt. Die Vervielfältigung ist der Grund, warum es länger dauert bis die Laborergebnisse vorhanden sind. Die hochempfindlichen Tests werden in speziellen Laboren durchgeführt.

Antigen-Tests

Ein Antigen-Test bietet die Möglichkeit eines direkten Nachweises viraler Antigene von SARS-CoV-2 innerhalb kurzer Zeit (15 bis 30 Minuten). Im Unterschied zu PCR-Tests wird bei Antigen-Tests nicht das Erbgut des Virus nachgewiesen, sondern dessen Protein bzw. Proteinhülle.
Antigen-Tests können anhand des Anwenderkreises unterschieden werden:

  • Antigen-Tests zur Eigenanwendung (z.B. kostenlose Selbsttests aus Apotheken, Schul-Tests)
  • Antigen-Test- zur Anwendung durch Fachpersonal (z.B. in Gemeinde-Teststraßen, bei Hausärzten, in Apotheken oder in betrieblichen Teststraßen)
  • Im Falle von Testverpflichtungen nach der 4.COVID-19-SchutzmaßnahmenVO (z.B. Zutrittstests, Berufsgruppentests) ist ein Testergebnis nur gültig, wenn es durch Fachpersonal durchgeführt wurde und eine Bestätigung über das Testergebnis durch eine befugte Stelle ausgestellt wurde.

Informationsblatt: Was bedeutet ein positiver Antigentest für mich?
Informationsblatt: Was bedeutet ein negativer Antigentest für mich?

Antikörper-Tests

Antikörper-Tests zeigen Antikörper gegen den Erreger im Blut von Personen an. Sie weisen nicht direkt den Erreger nach, sondern geben darüber Auskunft, ob die Person in der Vergangenheit mit SARS-CoV-2 infiziert war und im Rahmen einer Immunreaktion Antikörper gebildet wurden. Sollte ein Antikörper-Schnelltest positiv ausfallen, kann zur genaueren Prüfung ein qualitativer, serologischer Test auf Antikörper in einem Labor privat veranlasst werden (z.B. ELISA oder Neutralisationstest).

Ausführliche Informationen zu Tests

Wenn Sie Symptome wie Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit oder einen plötzlichen Verlust des Geschmacks-/Geruchssinnes verspüren, für die es keine andere plausible Ursache gibt, kontaktieren Sie bitte die Gesundheitshotline 1450. Die Gesundheitshotline klärt mit Ihnen die weitere Vorgangsweise.

Wenn Sie keine Symptome verspüren, können Sie sich auf eigene Kosen in einem privaten Labor testen lassen, oder Sie können das kostenlose Testangebot in den NÖ Gemeinden, bei Apotheken und weiteren Stellen nutzen: 

Übersicht über Testmöglichkeiten

Bei den im Rahmen der COVID-19-Testungen anfallenden Tätigkeiten (Gewinnung von Probenmaterial, Durchführung von Antigen-Tests, Laboruntersuchungen, Erstellung des Befunds und die Auswertung des Befundergebnisses) handelt es sich um medizinische Tätigkeiten. Für die Durchführung dieser Tätigkeiten ist daher eine berufsrechtliche Ermächtigung (z.B. Ärzte) Voraussetzung.

Welche Personen Tests durchführen dürfen bzw. Test-Nachweise erstellen dürfen, können Sie den folgenden Informationsschreiben des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz entnehmen:

Bei den NÖ Drive-in-Teststationen erfolgen die über die Gesundheitshotline 1450 oder über die Gesundheitsbehörden zugewiesenen Testungen. Für die Testung ist eine Anmeldung erforderlich, die automatisch durch 1450 oder Gesundheitsbehörde erfolgt. Private Tests können hier nicht durchgeführt werden.

Kontaktieren Sie den Notruf Niederösterreich unter der Nummer 01/206 921 5908 und bitten Sie um eine Testung durch ein mobiles Testteam.

Mobile Tests werden durch die Rettungsorganisationen durchgeführt. Die Rettungskräfte sind bemüht alle mobilen Testungen so rasch als möglich durchzuführen. Die Wartezeit ist jedoch von den Kapazitäten der Rettung abhängig und kann dadurch stark variieren.

Sofern Sie bereits mit der Gesundheitshotline 1450 Kontakt hatten, sollte dabei mit Ihnen besprochen worden sein, ob Sie mobil und gesundheitlich ausreichend fit sind, und daher zu einer Drive-in-Teststation fahren können, oder nicht. Sofern Sie unsicher sind, was nun vereinbart wurde, können Sie die Gesundheitshotline 1450 neuerlich kontaktieren. Bitte weisen Sie dabei darauf hin, dass bereits eine Testung veranlasst wurde, Sie aber unsicher sind, wie bzw. wo die Testung stattfinden soll.

Wenn Sie bereits einen schriftlichen Bescheid erhalten haben, sind Sie prinzipiell für einen Test bei einer frei wählbaren NÖ Drive-in-Teststation angemeldet. Sollten Sie nicht zu einer Teststation kommen können, können Sie sich unter der Nummer 01/206 921 5908 für eine Testung durch ein mobiles Team ummelden.

Dies ist vom aktuellen Arbeitsanfall und den Kapazitäten der einzelnen Labore abhängig. Wir ersuchen Sie um Geduld, die Labore sind mit hohem Personal- und Ressourceneinsatz tätig und bemüht, Ihnen so ein möglichst zeitnahes Testergebnis liefern zu können.

In der Regel erhalten Sie innerhalb von 48 Stunden ab Probenahme Ihr Testergebnis.

Sollten Sie nach 72 Stunden noch immer kein Testergebnis haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Gesundheitsbehörde.

In der Regel erfolgt eine Verständigung per SMS oder E-Mail (bitte auch Spamverdacht kontrollieren), aber auch eine telefonische Verständigung ist möglich. Sofern keine ausreichenden Kontaktdaten vorliegen, kann auch eine Verständigung im Wege der Polizei erfolgen.

Sie können sich auch selbst über https://www.144.at/covid-ergebnis/ informieren, ob schon ein Testergebnis vorliegt. Sie benötigen dafür den QR-Code, den Sie bei der Testung erhalten haben.

Zeitliche Differenzen bei der Verständigung können dadurch entstehen, dass die entnommenen und anonymisierten Proben in unterschiedlichen Chargen vom Labor ausgewertet werden.

Die Verständigung erfolgt entsprechend der bei der jeweiligen Person angegebenen Kontaktdaten. Durch Angabe unterschiedlicher Kontaktdaten kann es zu unterschiedlichen Verständigungsweisen kommen.

Wenn bei behördlich veranlassten Tests die Probe nicht ausgewertet werden konnte, wird durch 1450 bzw. die Gesundheitsbehörde automatisch ein neuerlicher Test veranlasst und Sie werden darüber verständigt.

Neutralisierende Antikörper sind Abwehrstoffe im Blut, die ein Eindringen von Krankheitserregern (z.B. SARS-CoV-2-Virus) in eine menschliche Körperzelle unterbinden und damit die Vermehrung eines Krankheitserregers und den Ausbruch einer Erkrankung verhindern. Derartige Antikörper werden entweder durch eine durchgemachte Erkrankung oder in Folge einer Impfung gebildet und sind dann im Blut nachweisbar.

Der Nachweis erfolgt durch eine Blutabnahme aus der Vene und Auswertung in einem Labor.

Im § 17 Absatz 12 COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung ist ausgeführt, dass ein Nachweis von neutralisierenden Antikörpern gegen SARS-CoV-2 einem negativen COVID-Test gleichzuhalten ist und somit weitere Testungen für einen Zeitraum von 3 Monaten ab dem Datum eines gültigen Labortests ersparen kann. Dazu muss auf dem Laborbefund ersichtlich sein, dass neutralisierende Antikörper nachgewiesen wurden (die Art des Testes ist dabei sekundär - entweder durch einen aufwändigen Neutralisationstest oder durch einen weniger aufwändigen Labortest, der mit einem Nachweis von neutralisierenden Antikörpern „korreliert“ oder zumindest „mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Vorliegen von neutralisierenden Antikörpers schließen lässt“).

Siehe dazu: Dokument „Präzisierung zum Nachweis auf neutralisierende Antikörper“, Stand 01. März 2021

Hinweis:

Eine Laborbestimmung hinsichtlich neutralisierender Antikörper wird nicht von der Österreichischen Gesundheitskassa bezahlt. Es handelt sich um eine medizinische Privatleistung, die vom jeweiligen Patienten selbst zu bezahlen ist.

Bei den Drive-in Teststationen sind sowohl Nasen- als auch Rachenabstriche möglich. Insbesondere bei Kindern kann daher auch eine Testung mittels Rachenabstrich erfolgen.

Bei einer behördlich angeordneten Testung besteht prinzipiell eine Verpflichtung, sich testen zu lassen. Eine Verweigerung der Testung stellt einerseits eine Verwaltungsübertretung dar und hat auch zur Folge, dass weitere behördliche Maßnahmen getroffen werden, wie bei einem positiven Testergebnis.

Wenn die Testung behördlich angeordnet wurde, wird die Gesundheitsbehörde automatisch vom Labor über Ihr Testergebnis informiert. Die anonymisierten Testergebnisse müssen von der Gesundheitsbehörde allerdings zunächst zugeordnet werden, weshalb es sein kann, dass Sie schneller über das Ergebnis Bescheid wissen als die Behörde.

Sollte innerhalb eines Tages, nachdem Sie ein positives Testergebnis erhalten haben, noch keine Kontaktaufnahme durch die Behörde erfolgt sein, so übermitteln Sie Ihr Testergebnis bitte mittels E-Mail an Ihre Gesundheitsbehörde.

Wenn Sie im Zuge eines Screenings oder im Rahmen einer privaten Testung positiv getestet wurden, sollte das Labor das positive Testergebnis bereits direkt im Epidemiologischen Melderegister (EMS) eintragen, wodurch auch die zuständige Gesundheitsbehörde verständigt wird. Wenn Sie möchten, können Sie das Testergebnis zusätzlich auch per E-Mail an die Gesundheitsbehörde übermitteln, damit diese die weiteren erforderlichen Schritte setzen kann.

Zuständig ist die Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat), die für den Ort, an dem Sie Ihren Wohnsitz haben, bzw. für den Ort, an dem Sie sich gerade aufhalten, örtlich zuständig ist.

Beispiele:

  • Wohnsitz und aktueller Aufenthalt im Bezirk Amstetten -> Zuständige Gesundheitsbehörde ist die Bezirkshauptmannschaft Amstetten
  • Hauptwohnsitz im Bezirk Gmünd, aktueller Aufenthalt aber am Nebenwohnsitz im Bezirk Lilienfeld -> Zuständige Gesundheitsbehörde ist die Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld
  • Wohnsitz in Niederösterreich, zum Schutz für Angehörige aber Aufenthalt in Dienstwohnung in Wien -> Zuständige Gesundheitsbehörde ist der Magistrat Wien
  • Kontakt mit einer positiv getesteten Person am Arbeitsort im Bezirk Tulln, Wohnsitz in der Stadt St. Pölten -> Zuständige Gesundheitsbehörde ist der Magistrat St. Pölten

Ich habe Fieber und Husten und mein Selbsttest war negativ. Kann ich mich darauf verlassen?

Selbsttests für die Anwendung daheim bieten eine zusätzliche Abklärungsmöglichkeit und ein schnelles Ergebnis, sind aber leider nicht so verlässlich wie PCR-Tests. Sofern keine klare Ursache für die Symptome erkennbar ist, sollte daher zur genauen Abklärung die Gesundheitshotline 1450 kontaktiert werden.

Ich habe gerade erfahren, dass ich Kontakt zu einem Erkrankten hatte und habe mich selbst getestet. Der Test ist negativ. Bedeutet das, dass ich mich nicht angesteckt habe?

Nein. Ein Test stellt immer nur eine Momentaufnahme dar. Im Falle einer Ansteckung ist eine Inkubationszeit zu berücksichtigen. Häufig ist eine Ansteckung erst nach fünf Tagen, in seltenen Fällen auch erst nach zehn Tagen nachweisbar. Im Falle eines engen Kontakts mit einer erkrankten Person sind daher weitere behördliche Maßnahmen erforderlich, um eine weitere Verbreitung des Virus hintanzuhalten.

Ja, alle positiven Proben werden auf die britische, die südafrikanische und die brasilianische Mutation vorgeprüft. Ergibt die Vorprüfung einen Verdacht auf das Vorliegen einer Mutation, erfolgt eine genaue Analyse, die 1-2 Wochen in Anspruch nehmen kann.

Wenn bei Ihnen eine Mutation festgestellt wird und besondere Bestimmungen zu beachten sind, werden Sie von der Gesundheitsbehörde informiert.



Absonderung

Eine Absonderung erfolgt in folgenden Fällen:

  • Aufgrund des Vorliegens spezifischer Symptome gelten Sie als „Verdachtsfall“ und es besteht die Vermutung, dass Sie sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben.
  • Aufgrund einer Infektion und eines positiven PCR-Tests gelten Sie als „Erkrankte/Erkrankter“.
  • Aufgrund eines intensiveren Kontakts mit einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person gelten Sie als „Hoch-Risiko-Kontaktperson (auch Kontaktperson 1 bzw. K1 genannt)“. Ein Spezialfall der Hoch-Risiko-Kontaktpersonen sind „Haushaltsangehörige“.

Durch Ihre Absonderung soll die Verbreitung von SARS-CoV-2 eingedämmt werden.

Das hängt immer vom konkreten Einzelfall ab.

Verdachtsfall:

Die Absonderung eines Verdachtsfalls endet in der Regel bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses.

Erkrankte/Erkrankter:

Die Absonderung nach einer positiven Testung läuft nach 14 Tagen ab Probeentnahmedatum aus, wenn seit mindestens 48 Stunden keine Symptome mehr bestehen. Wenn weiterhin Symptome bestehen, ist dies zu melden und es wird die Absonderung verlängert.

Eine frühere Freitestung ist ab dem zehnten Tag möglich, wenn seit mindestens 48 Stunden keine Symptome mehr bestehen und ein neuerlich durchgeführter PCR-Test ein negatives Ergebnis ergibt oder der CT-Wert auf keine Ansteckungsfähigkeit mehr schließen lässt.

Im Falle einer Infektion mit der südafrikanischen Mutation gilt die Absonderung unbefristet und endet erst bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses bzw. wenn der CT-Wert > 33 liegt.

Hoch-Risiko-Kontaktperson:

Da die Inkubationszeit zu berücksichtigen ist, erfolgt eine Absonderung für 14 Tage ab dem letzten kontagiösen Kontakt mit einer infizierten Person. Eine frühere Freitestung ist ab dem zehnten Tag möglich, wenn ein neuerlich durchgeführter PCR-Test ein negatives Ergebnis ergibt.

Da Haushaltsangehörige den Kontakt mit einer infizierten Person im Haushalt kaum vollständig vermeiden können und eine Ansteckung daher laufend erfolgen kann, ist bei Haushaltsangehörigen eine längere Inkubationszeit zu berücksichtigen, weshalb Haushaltsangehörige für 14 Tage ab der Erkrankung des positiven Haushaltsangehörigen abgesondert werden. Eine frühere Freitestung ist hier nicht möglich.

Über die Dauer der Absonderung entscheidet die Gesundheitsbehörde im Einzelfall mittels Bescheid.

Der CT-Wert (Threshold Cycle) entspricht der Zahl der notwendigen PCR-Zyklen bis zum positiven Signal und ist somit ein Maß für die Viruskonzentration im Probenmaterial (Achtung: der Wert ist auch abhängig von der Abstrichqualität!). Ein CT-Wert von >30 geht nach derzeitigem Stand der Wissenschaft mit einer geringen Viruslast und einem Verlust der kulturellen Anzüchtbarkeit einher.

Diese Informationen finden Sie in Ihrem Absonderungsbescheid.

Mit dem Absonderungsbescheid erhalten Sie ein Informationsblatt mit näheren Informationen.

Haushaltsangehörige von Kontaktpersonen, die keinen Absonderungsbescheid erhalten haben, müssen nicht in Quarantäne bleiben. Natürlich empfiehlt es sich allgemein auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen noch besser zu achten. Bei Unsicherheiten, ob Haushaltsangehörige in diesem Fall zur Arbeit oder in die Schule gehen sollen, wird empfohlen mit dem Arbeitgeber bzw. dem Lehrer Kontakt aufzunehmen und die weitere Vorgangsweise zu besprechen.

In der Regel erfolgt die Absonderung an Ihrem Wohnsitz bzw. aktuellem Aufenthaltsort.

Eine Änderung des Absonderungsortes bei Kontaktpersonen ist in Ausnahmefällen möglich, wenn sichergestellt ist, dass durch den Ortswechsel kein zusätzliches Risiko besteht, weitere Personen anzustecken. Bitte wenden Sie sich bei einem Abänderungswunsch per E-Mail an Ihre Gesundheitsbehörde.

Enthält der Absonderungsbescheid einen Flüchtigkeitsfehler (z.B. Fehler bei Datum, Adresse oder bei der Berechnung des Absonderungszeitraums) wenden Sie sich bitte mittels E-Mail an Ihre Gesundheitsbehörde. Bitte führen Sie in der E-Mail das Kennzeichen des Bescheides sowie eine Telefonnummer für Rückfragen an, damit Ihr Anliegen schneller bearbeitet werden kann.

Sie haben die Möglichkeit gegen den Bescheid, den Sie erhalten haben, Vorstellung zu erheben.

Um eine Vorstellung zu erheben, wenden Sie sich bitte schriftlich an Ihre zuständige Gesundheitsbehörde. Damit Ihre Vorstellung Rechtsgültigkeit hat, sollte aus Ihrem Schreiben klar hervorgehen, dass Sie Vorstellung erheben möchten, und das Kennzeichen des Bescheides, gegen den Sie diese erheben, ist anzuführen (z.B.: "Ich, „xxx“, erhebe gegen den Bescheid mit dem Kennzeichen „xxx“ Vorstellung."). Bitte begründen Sie auch, weshalb Sie gegen den genannten Bescheid Vorstellung erheben möchten.

Gemäß § 7 Abs. 1 a Epidemiegesetz besteht auch die Möglichkeit beim Bezirksgericht die Überprüfung der Zulässigkeit und Aufhebung der Maßnahme zu beantragen.

Da Haushaltsangehörige eines Erkrankten den Kontakt zu diesem Erkrankten kaum vollständig verhindern können, kann laufend eine Ansteckung erfolgen und es ist daher nicht einfach möglich den Tag des letzten kontagiösen Kontakts festzustellen. Für Haushaltsangehörige gilt daher eine Absonderung für 14 Tage ab nachweisbarer Erkrankung (= Tag 0) des ersten Haushaltsangehörigen. Treten während dieser 14 Tage weitere positive Fälle im Haushalt auf, beginnt die Frist für die übrigen Haushaltsmitglieder nicht von vorne zu laufen.

Eine frühere Freitestung ist bei Haushaltsangehörigen nicht möglich.

Eine COVID-19-Schutzimpfung schützt erwiesenermaßen vor einem schweren Erkrankungsverlauf. Es liegen derzeit allerdings noch nicht ausreichend Studienergebnisse darüber vor, ob bzw. inwiefern die Impfung auch die Weitergabe der Infektion beeinflusst. Daher müssen sämtliche Schutzmaßnahmen auch von geimpften Personen eingehalten werden.

Versorgungskritische Personengruppen wie Gesundheitspersonal, Personal für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, Personal von Betreibern von kritischen Infrastrukturen, etc. können, wenn Sie

  • als Kontaktperson oder Haushaltangehöriger abgesondert sind,
  • keine Symptome aufweisen und
  • am Arbeitsplatz absolut unentbehrlich sind und durch ihre Abwesenheit ein unabwendbarer Schaden zu befürchten wäre

bei der zuständigen Gesundheitsbehörde einen Antrag auf Ausstellung eines „Schlüsselkraft-Absonderungsbescheids“ stellen. Ein entsprechender Antrag ist zu begründen. Die Gesundheitsbehörde hat in Folge eine Risikoanalyse durchzuführen und entscheidet im Einzelfall, ob bestimmte Ausnahmen von der Absonderung unter der Einhaltung spezieller Vorsichtsmaßnahmen möglich sind.

Wenn Sie und Ihre Haushaltsangehörigen die einzigen Nutzer der Liegenschaft sind: Ja.

Nein. Eine Absonderung bedeutet, dass der eigene Haushalt bis zum Absonderungsende nicht verlassen werden darf. Generelle Ausnahmen gibt es nicht. Bitte ersuchen Sie Familienmitglieder oder Bekannte Sie zu unterstützen.

Sollte es im konkreten Einzelfall wirklich kein andere Betreuungsmöglichkeit geben und ist dadurch eine Gefährdung des Tiers zu besorgen, wenden Sie sich bitte mit einem E-Mail an Ihre Gesundheitsbehörde.

Bitten Sie zunächst Freunde bzw. Bekannte um Hilfe. Sie können sich auch an Ihre Gemeinde oder an das Team Österreich wenden und diese um Unterstützung bitten.

Das Formular soll Ihnen helfen, Ihren Gesundheitszustand genauer zu beobachten, um leichter feststellen zu können, ob eine Erkrankung eintritt bzw. wann die Erkrankung überstanden ist. 

Ein Absonderungsbescheid kann auch mündlich erteilt werden, es folgt aber anschließend jedenfalls ein schriftlicher Bescheid. Auch die Epidemieärzte der Gesundheitshotline sind befugt mündlich Maßnahmen anzuordnen.

Wenn Ihr Kind unter 6 Jahre alt ist und als K1-Person oder als Haushaltsangehöriger abgesondert wurde, ist das Kind noch nicht zur Testung verpflichtet, eine Testung ist aber zum im Bescheid vorgesehenen Zeitpunkt möglich. Wenn keine Testung erfolgt, erhält man teilweise dennoch eine automatisch generierte Erinnerungs-SMS zur Durchführung einer Testung. Ist das Kind jünger als 6 Jahre entsteht aber auch durch die SMS keine Testverpflichtung. Die SMS hat bloß informativen Charakter. 



Kontaktpersonen und Contact Tracing

„Contact Tracing“ bedeutet die Rückverfolgung der Kontakte einer positiv getesteten Person, die sich möglichweise mit SARS-CoV-2 angesteckt haben können. Diese Personen mit Ansteckungsrisiko sollen möglichst rasch über die Ansteckungsmöglichkeit informiert werden und es soll vermieden werden, dass es zu einer weiteren Verbreitung des Virus kommt.

Prinzipiell gilt jede und jeder als Kontaktperson, der in einem Zeitraum, in welchem Ansteckungsfähigkeit bestand, Kontakt (egal welcher Art) zu einer Person hatte, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Ansteckungsfähigkeit (Kontagiösität) besteht 48 Stunden vor Erkrankungsbeginn (d.h. Auftreten der Symptome) bis 10 Tage nach Erkrankungsbeginn bzw. bei asymptomatischen Fällen 48 Stunden vor bis 10 Tage nach Probenentnahme, welche zu positivem Testergebnis geführt hat. Bei schwerer oder andauernder Symptomatik kann die infektiöse Periode gegebenenfalls auch länger dauern.

Beispiel: Person A trifft Person B am Dienstag. Am Donnerstag treten bei Person A typische Symptome auf, weshalb Person A die Gesundheitshotline 1450 anruft und getestet wird. Am Freitag erfährt Person A, dass das Testergebnis positiv ist. Da eine Ansteckungsfähigkeit schon 48 Stunden vor Auftreten der Symptome besteht, gilt  Person B als Kontaktperson.

Nein, es muss nicht jede Kontaktperson in Quarantäne.

Positiv getestete Personen müssen der Gesundheitsbehörde bekanntgeben, mit welchen Personen sie im ansteckungsfähigen Zeitraum Kontakt hatten und dabei auch ankreuzen, ob der Kontakt länger/kürzer, enger/entfernter, drinnen/draußen war bzw. ob Schutzmaßnahmen eingehalten wurden (siehe auch Kontaktpersonenermittlungsformular).

Die Gesundheitsbehörde stellt dann anhand der Daten fest, ob bei den angegebenen Personen einen hohes Ansteckungsrisiko („Kontaktperson 1“ bzw. „K1“) oder ein niedriges Ansteckungsrisiko („Kontaktperson 2“ bzw. „K2“) besteht. Personen bei denen ein hohes Ansteckungsrisiko besteht, werden dann von der Gesundheitsbehörde kontaktiert und abgesondert. 

Es müssen ALLE Kontaktpersonen im angegebenen Zeitraum gemeldet werden.

Die Frage, ob bei einer Person von einem hohen Ansteckungsrisiko oder von einem niedrigen Ansteckungsrisiko auszugehen ist, ist eine medizinische Frage, die im konkreten Einzelfall durch den Amtsarzt/die Amtsärztin anhand der aktuellen empirischen und wissenschaftlichen Daten abzuklären ist.

Laut Gesundheitsministerium sind K1-Kontaktpersonen jene, die

  • länger als 15 Minuten (das heißt auch mehrmals hintereinander für mehrere Minuten) direkten Kontakt in einer Entfernung von unter zwei Metern mit einer infizierten Person hatten;
  • sich im selben Raum wie eine infizierte Person aufhielten (wieder länger als 15 Minuten und näher als zwei Meter);
  • ungeschützten direkten Kontakt mit einer infizierten Person hatten (Hände schütteln, Umarmungen etc.);
  • ungeschützten, direkten Kontakt mit infektiösen Sekreten eines bestätigten Falls hatten (Anhusten, Anspucken);
  • mit hoher Wahrscheinlichkeit einer relevanten Konzentration von Aerosolen ausgesetzt waren – unabhängig von der Entfernung (Feiern, Sport in Innenräumen, gemeinsames Singen);
  • im Flugzeug, Zug oder Reisebus direkt neben einer infizierten Person gesessen sind;
  • im gleichen Haushalt mit einer infizierten Person leben;
  • Gesundheitspersonal, das ohne Schutzausrüstung positiv Getestete betreut;

Im Einzelfall entscheidet die Gesundheitsbehörde, ob von einem hohen Ansteckungsrisiko auszugehen ist oder nicht (z.B. wenn bestimmte Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden).

Fachinformationen des Gesundheitsministeriums (Kontaktpersonennachverfolgung)

Personen, bei denen ein hohes Ansteckungsrisiko vorliegt, werden ab der behördlichen Feststellung des Vorliegens eines hohen Ansteckungsrisikos bis zum Tag 14 nach dem letzten Kontakt mit der erkrankten Person abgesondert. Der Tag, an dem man zuletzt Kontakt mit einer infizierten Person hatte, gilt bei der Berechnung als Tag 0 (Null). 

Beispiel: Person A hat Person B am 10.11.2020 zuhause besucht (= Tag Null). Am 12.11.2020 wird Person B aufgrund von typischen Symptomen getestet und als Verdachtsfall abgesondert. Am 14.11.2020 erfährt Person B, dass das Testergebnis positiv ist und übermittelt am Abend des 14.11.2020 das ausgefüllte Kontaktpersonenformular an die Gesundheitsbehörde. Die Gesundheitsbehörde stellt aufgrund des Formulars am 15.11.2020 bei Person A ein hohes Ansteckungsrisiko fest und sondert ihn von 15.11.2020 bis einschließlich 24.11.2020 (= Tag Vierzehn) ab. Ab dem 20.11.2020 (= Tag Zehn) besteht die Möglichkeit der Freitestung.

Hoch-Risiko-Kontaktpersonen sind verpflichtet, sich am Tag Fünf nach dem Kontakt mit dem Erkrankten testen zu lassen. Sollte diese Testung ein negatives Testergebnis erbringen, verkürzt es die Quarantäne nicht. Die Testung stellt eine Momentaufnahme dar. Innerhalb der Inkubationszeit ist es möglich, dass eine Infektion erst zu einem späteren Zeitpunkt wahrnehmbar wird. Die Inkubationszeit ist daher jedenfalls abzuwarten. Sollte eine weitere freiwillige Testung ab Tag Zehn nach dem Kontakt neuerlich ein negatives Testergebnis erbringen, endet die Absonderung allerdings vorzeitig.

Laut Gesundheitsministerium sind K2-Kontaktpersonen jene, die

  • innerhalb der vergangenen sechs Monate selbst positiv auf das Coronavirus getestet wurden;
  • kürzer als 15 Minuten direkten Kontakt in einer Entfernung von unter zwei Metern mit einer infizierten Person hatten;
  • länger als 15 Minuten direkten Kontakt in einer Entfernung von über zwei Metern mit einer infizierten Person hatten;
  • im gleichen Flugzeug, Zug oder Bus wie eine infizierte Person gesessen sind;

Fachinformationen des Gesundheitsministeriums (Kontaktpersonennachverfolgung)

Nein, Niedrig-Risiko-Kontaktpersonen werden nicht abgesondert, werden aber aufgefordert, den Gesundheitszustand genauer zu beobachten, Kontakte mit vielen Menschen möglichst zu vermeiden und zusätzliche Schutzmaßnahmen zu treffen. Sie dürfen ihre Wohnung aber weiterhin verlassen.

Bewahren Sie Ruhe. Je nachdem wie lange und intensiv der Kontakt zu dieser positiv getesteten Person war, sowie abhängig von der Einhaltung der Hygieneregeln (Abstand, Maske, etc.), ist das Ansteckungsrisiko höher oder niedriger. Ihre Gesundheitsbehörde ist bemüht, im Zuge des Contact Tracings alle betroffenen Kontaktpersonen zu ermitteln und diese im Falle von weiteren erforderlichen Maßnahmen rasch zu verständigen. Sie können mit der erkrankten Person Kontakt aufnehmen und diese gegebenenfalls erinnern, Sie in ihre Kontaktliste aufzunehmen. Ungeachtet dessen können Sie sich selber bei der Gesundheitshotline 1450 melden und die Situation schildern. Ihre Kontaktdaten werden aufgenommen und im Rahmen des Contact Tracings weiter bearbeitet.

Solange Sie seitens der Gesundheitsbehörde nicht kontaktiert werden, sind Sie nicht abgesondert. Nahegelegt wird dennoch Kontakte vorrübergehend möglichst zu vermeiden, erhöhte Schutzmaßnahmen zu ergreifen und den eigenen Gesundheitszustand genau zu beobachten. Nehmen Sie auch ggf. mit Ihrem Arbeitgeber Kontakt auf und klären Sie mit diesem die weitere Vorgangsweise (z.B. Home Office). Sollten Sie Symptome entwickeln oder sich krank fühlen nehmen Sie bitte umgehend mit der Gesundheitshotline 1450 Kontakt auf.

Positiv getestete Personen werden aufgefordert, so rasch als möglich eine Liste aller Personen, mit denen sie 48 Stunden vor Beginn der Symptome bzw. vor der Testung Kontakt hatten, unter Angabe näherer Informationen zum Kontakt zu melden (Siehe Formular zur Kontaktpersonenermittlung).

Die Behörde prüft in der Folge bei jedem Kontakt, ob aufgrund der Umstände ein höheres oder niedrigeres Ansteckungsrisiko anzunehmen ist. Sofern ein hohes Ansteckungsrisiko festgestellt wird, erhält die betreffende Kontaktperson einen Absonderungsbescheid mit weiteren Informationen.

In diesem Fall sind keine weiteren Maßnahmen seitens der Gesundheitsbehörde indiziert. Es empfiehlt sich natürlich allgemein auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen zu achten. Sollten Sie jedoch Symptome entwickeln, nehmen Sie bitte mit der Gesundheitshotline 1450 Kontakt auf.

Wenn Sie auf Ihrem Smartphone die „Stopp-Corona-App“ installiert haben und über die App eine rote Warnmeldung erhalten haben, bedeutet dies, dass Sie innerhalb der vergangenen zwei Tage Kontakt mit einem bestätigten Fall hatten. Kontaktieren Sie in diesem Fall bitte die Gesundheitshotline 1450 und teilen Sie mit, dass Sie über die App die Warnmeldung erhalten haben. Sie werden in der Folge als Kontaktpersonen der Kategorie IV registriert. K4-Kontaktpersonen werden für 10 Tage abgesondert und nach 5 Tagen wird eine PCR-Testung veranlasst. Wenn das Testergebnis negativ ist, endet die Absonderung vorzeitig.

Ihre Gesundheitsbehörde ist bemüht im Zuge des Contact Tracings alle betroffenen Kontaktpersonen zu ermitteln und im Falle von weiteren erforderlichen Maßnahmen zu verständigen.

Sie werden um Geduld ersucht, sollten in Ihrem Fall weitere Maßnahmen erforderlich sein, so wird sich die Gesundheitsbehörde so rasch als möglich mit Ihnen in Verbindung setzen

Ja, auch bei einer bescheidmäßigen Verkehrsbeschränkung ist der Schulbesuch weiterhin möglich. Die Einschränkungen sind im Freizeitbereich allerdings relevant (z.B. Sportverein, privater Besuch).

Bisher war mein Kind nur als K2 eingestuft bei einem positiven Fall in der Schule, jetzt aber als K1. Warum?

Es ist aktuell zu beobachten, dass insbesondere die britische Mutation sich bei Kindern und Jugendlichen anders auswirkt, als die bisher vorherrschenden Varianten. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung von SARS-CoV-2 sind daher an diese geänderten Umstände anzupassen.

Da die britische Mutation des Virus eine höhere Ansteckungsfähigkeit auch bei Kindern und Jugendlichen aufweist, bei Kindern und Jugendlichen die Erkrankung aber häufig nur schwer erkannt wird, da sie weniger Symptome aufweisen, sind im Kindergarten- und Schulbereich verstärkte Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus zu treffen. Sofern keine Schutzmaßnahmen (z.B. FFP2-Maske) bestanden, wird im Falle des Auftretens eines positiven Falls daher die gesamte Gruppe bzw. Klasse als Hoch-Risiko-Kontaktperson eingestuft.


Ihre Kontaktstelle des Landes

Zuständig ist Ihre örtliche Bezirksverwaltungsbehörde als Gesundheitsbehörde. Klicken Sie hier, um zu einer Liste aller Gesundheitsbehörden zu gelangen.  NÖ Corona-Hotline: 02742 / 9005 -14300 
E-Mail: noe-coronainfo@noel.gv.at
Letzte Änderung dieser Seite: 2.4.2021
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