Wildtierinfo

Menschen und Wildtiere teilen sich oft den gemeinsamen Lebensraum. Dabei kann es bei Tierarten wie beispielsweise Wolf, Biber, Fischotter oder Ziesel zu Konflikten kommen.

Die Wildtierhotline bietet allen Bürgerinnen und Bürgern unkompliziert und rasch grundlegende Informationen zu geschützten Wildtieren, deren Kontakt zu Menschen besonderer Aufmerksamkeit bedarf. 

Ein Schwerpunkt gilt aktuell dem Wolf. Direkte Kontakte sind selten aber von besonderer Sensibilität:

  • Sollten Sie einen Wolf im Ortsgebiet antreffen, informieren Sie bitte umgehend die Polizei oder die Bezirksverwaltungsbehörde.
  • Sie können Sichtungen von Wölfen oder Wolfsrisse bei Nutztieren aber auch hier bei der Wildtierinfo melden und weiterführende Informationen erhalten:

Um die konkreten Wanderbewegungen von Wölfen dokumentieren und auswerten zu können, helfen den Experten Ihre Meldungen über Sichtung von oder den Kontakt mit Wölfen.

Wenn Sie einen Kontakt mit einem Wolf oder die Sichtung eines Wolfes melden möchten, so rufen Sie entweder die Wildtierhotline 02742 9005 9100 an oder schicken eine E-Mail an wildtier@noel.gv.at

Für die weitere Verarbeitung Ihrer Meldung sind folgende Daten wichtig, um deren Bekanntgabe wir Sie ersuchen:

  • Kontaktdaten (Name, Telefonnummer, Adresse, E-Mailadresse)
  • Angaben darüber, ob sich der Wolf im Nahbereich eines Wohnhauses aufgehalten hat 

Dies hat den Grund, dass bei Aufenthalten von Wölfen im Ortsbereich oder im Nahbereich von Wohnhäusern zum Schutz der Bewohner umgehend die Polizei verständigt wird. 

Außerhalb der Betreuungszeiten der Wildtierhotline wenden Sie sich bei einer Wolfssichtung im Nahbereich eines Wohnhauses direkt an die örtliche Polizeiinspektion.

Weiters werden Sie gebeten weitere Angaben zu machen, wenn dies möglich ist:

  • Zeitpunkt des Kontaktes/der Sichtung eines Wolfes;
  • Ortsangabe über die Sichtung (Adresse, Angabe des Grundstückes bzw. der Riedbezeichnung in der Natur) – wo hat sich der Wolf aufgehalten, ev. Angabe über Entfernung zum nächsten Wohnhaus;
  • Beschreibung des Wolfes (Farbe, Größe, Anzahl, Verhalten);
  • Eventuelle weitere Besonderheiten;
  • Sollten Sie den Wolf fotografieren, so machen Sie das Foto bitte jedenfalls nur von einer sicheren Position aus, um nicht selbst gefährdet zu werden.

Ebenso wichtig wie die Information einer Sichtung von Wölfen ist für die Experten und besonders für den Tierhalter der Fund eines getöteten oder verletzten Nutztieres. 

Falls es Ihnen möglich ist, ein Foto vom getöteten oder verletzten Nutztier zu machen, übermitteln Sie es bitte per E-Mail an wildtier@noel.gv.at

Meldungen über getötete oder verletzte Nutztiere können Sie auch an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde richten.  

In weiterer Folge erfolgt eine Begutachtung des getöteten Nutztieres mit DNA-Probenahme. Bestätigt sich die Tötung eines Nutztieres durch einen Wolf, wird der Halter des Nutztieres vom Land Niederösterreich entschädigt.

Im Normalfall meiden Wölfe den Kontakt zu Menschen. Begegnungen sind entsprechend selten. Angelockt durch Futter können sich Wölfe an die Anwesenheit von Menschen gewöhnen und sogar lernen, um Futter zu betteln.

Eine solche Entwicklung muss unter allen Umständen verhindert werden. Aggressiv können Wölfe reagieren, wenn sie krank oder verletzt sind oder in die Enge getrieben werden.

  • Wenn Sie einem Wolf begegnen, bleiben Sie ruhig stehen und versuchen Sie die Situation zu erfassen. Bemerkt das Tier, dass Sie es entdeckt haben, zieht es sich in der Regel zurück oder flieht. 
  • Wenn der Wolf nicht umgehend flieht, bewahren Sie Ruhe und machen Sie mit ihrer Stimme auf sich aufmerksam; ziehen Sie sich langsam zurück. 
  • Sollte sich der Wolf wider Erwarten nähern, machen Sie sich groß und versuchen Sie ihn einzuschüchtern, z.B. durch Anschreien oder anderen Lärm. Weichen Sie nicht zurück. Meistens handelt es sich dabei um neugierige, unerfahrene Jungwölfe. 
  • Versuchen Sie auf keinen Fall, sich einem Wolf zu nähern, auch nicht um das Tier zu fotografieren. 
  • Füttern Sie Wölfe niemals. 
  • Verfolgen Sie nie einen Wolf. 
  • Achten Sie darauf, dass Wölfe nicht von offen zugänglicher, potenzieller Nahrung angelockt werden. Keinesfalls Essensreste, auch nicht in kleinen Mengen, im Wald entsorgen (z.B. beim Grillen, Picknick, Campieren). 
  • Vermeiden Sie sämtliche für Wölfe zugänglichen Futterquellen, wie im Freien aufbewahrte Abfallsäcke, Futterschüsseln für Haustiere, Lebensmittelreste auf Komposthaufen. 
  • Halten Sie Ihren Hund immer unter persönlicher Kontrolle oder leinen Sie ihn an.

Wolfsverordnung

Wolfsmanagement in Österreich


Kontakt Wildtierinfo

Die Wildtierinfo nimmt ihr Anliegen entgegen und leitet dieses an die zuständigen Stellen weiter. Erreichbar

  • unter der Wildtierhotline 02742 9005 9100 telefonisch von Montag bis Freitag von 07:00 – 19:00 Uhr und am Samstag von 07:00 – 14:00 Uhr,
  • oder per E-Mail unter wildtier@noel.gv.at

Für Meldungen und Auskünfte steht die E-Mailadresse wildtier@noel.gv.at zur Verfügung, wie etwa zur Übermittlung von Fotos von gesichteten Wölfen oder gerissenen Nutztieren. Zudem können Kontakte für Beratungsgespräche hergestellt werden, wie etwa zum Schutz von Nutztieren vor Wölfen. 

Ihre Kontaktstelle des Landes für Naturschutz

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Naturschutz
Landhausplatz 1, Haus 16 3109 St. Pölten E-Mail: post.ru5@noel.gv.at   
Tel: 02742 / 9005 - 15237
Fax: 02742 / 9005 - 15220
Letzte Änderung dieser Seite: 14.12.2018
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