Bahnhistorie seit den 1990er Jahren

Im hochrangigen Schienennetz in Niederösterreichs wurde seit den 1990er Jahren der viergleisige Ausbau der Westbahnstrecke zwischen St. Pölten und St. Valentin weiter vorangetrieben. Zahlreiche Abschnitte wurden zweigleisig ausbaut (z. B. Aschbach–Krenstetten, Sarling–Ybbs, Prinzersdorf–Pöchlarn, Ybbs–Amstetten, Knoten Rohr, Knoten Wagram etc.). 

Die Inbetriebnahme der Neubaustrecke Wien–St. Pölten erfolgte im Dezember 2012. Die Güterzugumfahrung St. Pölten (GZU) wurde am 10. Dezember 2017 in Betrieb genommen. Nach erfolgtem durchgehenden 4-gleisigen Ausbau der Westbahn in Niederösterreich werden die heute bestehenden Kapazitätsengpässe behoben sein, so dass neben dem Fernverkehr (Personen und Güter) auch der Personenregional-und Nahverkehr (z. B. Bestandsstrecke Wien– St. Pölten, Regionalbahnhof Tullnerfeld) profitieren werden. 

Im Zusammenhang mit der Neubaustrecke Wien–St. Pölten und dem neuen Regionalbahnhof Tullnerfeld haben die im Jahr 2009 fertiggestellte Tullner Westschleife und die Absdorfer Schleife besondere Bedeutung, da sie durch die Umfahrung des Tullner Hauptbahnhofs eine direkte Eisenbahnverbindung des Bahnnetzes nördlich von der Nordwestbahn und Franz-Josefs-Bahn mit der neuen Westbahn im Tullnerfeld herstellt. 

Die Südbahnstrecke wurde im Abschnitt Wien bis Wiener Neustadt als Nahverkehrsstrecke im Rahmen des Südbahnvertrags 1998 für einen 30-Minutentakt ausgebaut. In diesem Zusammenhang wurde der Ausbau der Pottendorfer Linie im Abschnitt Hennersdorf bis Wampersdorf von 2016 bis 2023 durchgeführt. Mit 2. September 2023 wurde der letzte neu gebaute Abschnitt zwischen Münchendorf und Wampersdorf mit dem neuen Regionalbahnhof Ebreichsdorf in Betrieb genommen. Als weiterer Teil der Pottendorfer Linie werden die Schleife Ebenfurth, der Abschnitt Wampersdorf bis Wiener Neustadt sowie die Nordeinfahrt Wiener Neustadt viergleisig ausgebaut. Der in Bau befindliche Semmeringbasistunnel soll bis zum Jahr 2030 fertiggestellt werden. 

Die Ostbahnstrecke wurde in Richtung Budapest einschließlich der Spange Parndorf–Kittsee–Bratislava ausgebaut. Zwischen 1994 und Dezember 2002 wurde auch der zweigleisige Ausbau der Flughafenschnellbahn S7 bis Flughafen Schwechat vorgenommen. Am 14. Dezember 2014 folgte mit der Flughafenspange im Bereich Wien-Zentralverschiebebahnhof die direkte Anbindung des Flughafen Wien an den am 13. Dezember 2015 eröffneten Wiener Hauptbahnhof sowie weiter zur Westbahnstrecke und Südbahn. In den kommenden Jahren soll mit der Errichtung der Flughafenspange zwischen Flughafen Wien und Bruck an der Leitha die Ostbahnstrecke im Fern- und Nahverkehr von Bruck an der Leitha oder auch von der slowakischen Hauptstadt Bratislava, von Ungarn und vom Nordburgenland direkt angebunden werden. Hier ist bis Anfang der 2030er Jahren eine Umsetzung des Projektes geplant.  

Die modernisierte Marchegger Ostbahn von Wien Stadlau nach Marchgegg wurde im Dezember 2022 im elektrischen Betrieb und selektiv zweigleisig eröffnet. Bis 2025 soll diese Strecke durchgehend zweigleisig befahrbar sein, und bis dahin soll auch der Grenzabschnitt zwischen Marchegg und Devínska Nová Ves elektrisch befahr sein. Der Wiener Abschnitt zwischen Stadlau und Aspern Nord wurde bereits 2016 fertiggestellt. 

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