Um die Herausforderungen der heutigen Zeit wie Digitalisierung, Energiewende, Automatisierung oder Versorgungssicherheit zu bewältigen, braucht es zeitgemäße Ausbildungen, die den Anforderungen eines zukunftsfitten Wirtschaftsstandorts gerecht werden. Die HTL Hollabrunn und die Private HTL für Lebensmitteltechnologie Hollabrunn stehen exemplarisch für eine praxisnahe Ausbildung künftiger Fachkräfte. Im Rahmen eines Besuchs informierte sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am heutigen Donnerstag-Vormittag gemeinsam mit ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki über die Ausbildungsschwerpunkte sowie die enge Zusammenarbeit der Schulen mit Wirtschaft und Forschung. Direktor Wolfgang Bodei (HTL Hollabrunn), und Direktor Gottfried Krottendorfer (Private HTL für Lebensmitteltechnologie Hollabrunn) führten durch die Schulen, wobei das Sensorik-Labor und das Ausbildungszentrum für Photovoltaik Schwerpunkte darstellten.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sprach in einem anschließenden Pressegespräch von einem „Standort des Wissens und der Lehre“ und hob die Bedeutung der beiden HTLs auch als „Ausbildungsstandort unserer Fachkräfte“ hervor. „Wer diese Schulen kennt, weiß, dass sie beide Strahlkraft weiter über die Bezirksgrenze hinaus haben“, führte Mikl-Leitner aus, dass in den vergangenen 40 Jahren 813 Jugendliche die Private HTL für Lebensmitteltechnologie erfolgreich abgeschlossen hätten und die HTL Hollabrunn in den letzten 50 Jahren 9.081 Absolventinnen und Absolventen verzeichnet hätte. Von großer Bedeutung erachte sie, dass immer wieder „der Konnex von Wissen zur Praxis“ hergestellt werde. Als Beispiel führte Mikl-Leitner die beiden Schüler Timon Germin und Timo Perzi an, die mit ihrer Diplomarbeit, in der sie mit Hilfe Künstlicher Intelligenz Brände vorbeugen können, den 1. Platz beim renommierten TÜV-Austria-Preis 2025 gewonnen haben.
„Junge Menschen auszubilden ist wichtig, denn sie sind die Fachkräfte von morgen“, meinte Mikl-Leitner, dass man nun schauen müsse, wie man die Kooperationen mit der Wirtschaft intensivieren könne. Mit dem Sensorik-Labor sei man „auf Höhe der Zeit“, betonte die Landeshauptfrau, dass es „sensationell“ sei, was hier geboten werde. „Beide Direktoren sind mit einer unglaublichen Freude und Kompetenz dabei und verstehen es immer wieder, die Wirtschaft einzubinden“, bedankte sich Mikl-Leitner für das Engagement dieser, der Lehrenden und dem gesamten Schulteam, aber auch bei Franz Hofmann, Senior-Chef der Fleischhauerei Hofmann, und Landesinnungsmeister für Elektrotechnik Friedrich Manschein für die gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. „Hollabrunn ist ein Schulstandort, der weit über die Grenzen hinausstrahlt“, betonte die Landeshauptfrau, dass es ein Gütesiegel sei, „wenn man sagen kann, hier gehen die Schüler gerne her“.
Die Private HTL für Lebensmitteltechnologie bildet seit über 40 Jahren Fachkräfte für die Lebensmittelwirtschaft aus. Der Schwerpunkt Lebensmittelsicherheit ist österreichweit einzigartig. Derzeit werden rund 130 Schülerinnen und Schüler von etwa 30 Lehrkräften unterrichtet. Die sensorische Prüfung von Lebensmitteln ist ein wichtiges Kriterium bei der Beurteilung von Qualität und Haltbarkeit. „An unserer Schule werden Elemente der Sensorik vom ersten Jahrgang bis zur Matura im eigens dafür eingerichteten Sensorik-Labor vermittelt. Dieses entspricht dem neuesten Stand der Technik. Neben unseren Schülerinnen und Schülern können hier auch externe Betriebe ihre Produkte sensorisch prüfen lassen“, so Direktor Gottfried Krottendorfer.
Die HTL Hollabrunn ist mit rund 1.250 Schülerinnen und Schülern die größte Schule im Weinviertel. Die Ausbildungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Elektronik und Technische Informatik, Elektrotechnik, Informationstechnologie, Maschinenbau, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen. „Unsere Schule wurde für den Zeitraum 2025 bis 2028 mit dem MINT-Gütesiegel ausgezeichnet. Mit dem österreichweit einzigartigen Ausbildungszentrum für Photovoltaik schaffen wir praxisnahe Ausbildung, direkten Kontakt zu Arbeitgebern und einen Austausch mit Industriepartnern“, so Direktor Wolfgang Bodei.
Auch in der Wirtschaft sind die Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen gefragt. „Unsere Fleischhauerei verbindet eine enge Zusammenarbeit mit der Privaten HTL für Lebensmitteltechnologie. Ein Beispiel dafür ist die Kooperation im Fleisch-Technologiezentrum in Hollabrunn, das als wichtige Schnittstelle zwischen produzierenden Betrieben, der Lebensmittelinspektion und Ausbildungsstätten fungiert. In diesem Umfeld entstehen laufend Projekte, die sich hervorragend als Diplomarbeiten für Schülerinnen und Schüler eignen“, so Franz Hofmann, Senior-Chef der Fleischhauerei Hofmann.
Landesinnungsmeister für Elektrotechnik Friedrich Manschein: „Mit dem Ausbildungszentrum für Photovoltaik verfügt die HTL Hollabrunn über ein topmodernes Angebot. Die Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Wissenschaft ist ein spannendes Element des HTL-Lebens. Um die Herausforderungen der Energiewende zu meistern, braucht es weitere Fortschritte in der Forschung.“
Nähere Informationen: ecoplus Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH, Markus Steinmaßl, Telefon 02742/9000-19619, E-Mail m.steinmassl@ecoplus.at, www.htl-hl.ac.at, www.htllt-hollabrunn.ac.at
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Beim Schulrundgang: ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landtagsabgeordneter Richard Hogl und die Direktoren Wolfgang Bodei (HTL Hollabrunn) und Gottfried Krottendorfer (Private HTL für Lebensmitteltechnologie Hollabrunn) mit zwei Schülerinnen.

Gottfried Krottendorfer, Direktor der Privaten HTL für Lebensmitteltechnologie Hollabrunn, führte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner durch die Schule.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (2.v.r.) mit den Schülern Julian Ulrich, Hannah Eiböck und Katharina Ziegler im Sensorik-Labor, das 2023 eröffnet und mit einer Förderung des Landes Niederösterreich unterstützt wurde.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner beim Pressegespräch in der HTL Hollabrunn, im Bild mit Landtagsabgeordnetem Richard Hogl.
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