NÖ Modell zur 24-Stunden-Betreuung; Kostenersatz für COVID-19 Testungen von 24-Stunden-Betreuungskräften

Im NÖ Modell zur 24-Stunden-Betreuung im Sinne des Hausbetreuungsgesetzes vergibt das Land NÖ Zuwendungen an pflegebedürftige Personen der Pflegestufe 1 und 2 bei nachgewiesener Demenz.

Mehr als 80% aller pflegebedürftigen Menschen werden im häuslichen Bereich von ihren Angehörigen pflegerisch betreut, die damit einen gesellschaftspolitisch äußerst wertvollen Beitrag leisten. Seit 1.7.2007 wird durch die Förderung der 24-Stunden-Betreuung die Position pflegender Angehöriger gestärkt und den pflegebedürftigen Menschen so lang wie möglich ein selbst bestimmtes und eigenständiges Leben zu Hause ermöglicht.

Mit dem Bundesgesetz, mit dem Bestimmungen über die Betreuung von Personen in privaten Haushalten erlassen wurden (Hausbetreuungsgesetz - HBeG), wurden legale vertragliche Betreuungsverhältnisse für eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause unter Zugrundelegung eines eigenen Betreuungsbegriffes geschaffen.

Das NÖ Fördermodell gilt für Antragstellerinnen

  • mit Hauptwohnsitz (tatsächlicher Lebensmittelpunkt) in NÖ
  • mit Bezug von Pflegegeld der Stufen 1 und 2 und nachgewiesener Demenz

Die Höhe der Förderung beträgt

  • bei selbständigen Betreuungskräften bis zu 550 Euro monatlich
  • bei unselbständigen Betreuungskräften bis zu 1.100 Euro monatlich

Personen, welche zumindest Pflegegeld der Stufe 3 beziehen und welchen bereits vor dem 1. Jänner 2020 eine Förderung der 24-Stunden-Betreuung gewährt wurde, erhalten weiterhin eine Förderung nach dem NÖ Modell unabhängig von weiteren Pflegegelderhöhungen. Dies gilt auch dann, wenn sich Sachverhaltsänderungen (zB Änderung des Einkommens, Wechsel der Betreuungskraft udgl.) ergeben und eine Förderung weiterhin zusteht. Für allfällige Nachzahlungen und Rückforderungen bzw. Kompensationen für Förderungen, welche das Land NÖ gewährt hat, bleibt weiterhin das Land NÖ zuständig.

Nähere Informationen erhalten Sie bei der NÖ Pflege-Hotline.

Der Antrag auf Förderung ist einzubringen beim
Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Soziales und Generationenförderung
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten

Sonderregelung für die Dauer der Pandemie (COVID-19):

Die Förderung beträgt monatlich € 550,--, sofern die 24-Stunden-Betreuung nur durch eine selbstständige Betreuungskraft und für zumindest 14 Tage durchgehend erfolgt ist. Dies ist von der betreuten Person ohne Aufforderung geeignet nachzuweisen (zB durch Honorarnoten).

Die Sonderregelung gilt für Betreuungszeiträume bis September 2021. Für Betreuungszeiträume ab 1. Oktober 2021 kommt die Sonderregelung nicht mehr zur Anwendung. 

Bitte beachten Sie:

Ab 1.1.2020 sind Neuanträge ab Pflegegeldstufe 3 beim Sozialminsteriumservice einzubringen.

Aktuelle Informationen, etc. finden Sie im Internet unter www.sozialministeriumservice.at

Voraussetzungen für die Inanspruchnahme:

  • Bezug von Pflegegeld der Stufe 1 oder 2 und ärztlich nachgewiesene Demenzerkrankung
  • Hauptwohnsitz (tatsächlicher Lebensmittelpunkt) der pflegebedürftigen Person in Niederösterreich
  • Vorliegen von Betreuungsverhältnissen im Sinne des § 1 Abs. 1 des Hausbetreuungsgesetzes

Diese Unterlagen benötigen Sie für die Antragstellung:

  • eine ärztliche Bescheinigung des Vorliegens einer Demenzerkrankung
  • Bestätigung der Anmeldungen der Betreuungskräfte beim Sozialversicherungsträger
  • Nachweise über Einkommen und Unterhaltsverpflichtungen der pflegebedürftigen Person
  • gegebenenfalls: Nachweis der Erwachsenenvertretung

Kostenersatz für COVID-19 Testungen von 24-Stunden-Betreuungskräften:

Um Personen, die eine 24-Stunden-Betreuung in Anspruch nehmen, sowie Ihre Angehörigen auch in Zeiten der COVID-19 Pandemie bestmöglich zu unterstützen, wird für privat finanzierte COVID-19 Testungen von Betreuungskräften im Rahmen der 24-Stunden-Betreuung der Person, die die Kosten der Testung trägt, ein Kostenersatz gewährt. Wurden die Kosten von der Betreuungskraft getragen, ist diese im Antrag unter Punkt III) „Person, welche die Kosten getragen hat“ anzugeben. Es wird darauf hingewiesen, dass auch in diesem Fall im Antrag ein österreichisches oder europäisches Konto anzugeben ist. 

Voraussetzung für die Gewährung des Kostenersatzes ist, dass 

  • ein Antrag (von der betreuten Person oder deren Angehörigen)gestellt wurde,
  • die Testkosten und die Bezahlung entsprechend nachgewiesen wurden,
  • die 24-Stunden-Betreuung in Niederösterreich stattfindet,
  • ab 1. Februar 2021 (Testdatum) werden auch die Testkosten im Zuge der Ausreise nach der Betreuungstätigkeit gewährt. Der Kostenersatz beträgt sowohl bei der Einreise als auch bei der Ausreise bei inländischen Tests bis zu € 85 und bei ausländischen Tests bis zu € 60 pro Monat und Betreuungskraft, 
  • die Betreuungskraft für den Monat noch keine Testkosten geltend gemacht hat und
  • die COVID-19 Testung im Zeitraum März 2020 bis vorerst 30. September 2021 durchgeführt wurde. Bei inländischen Testungen ist kein Kostenersatz möglich, wenn dieser bereits auf Grundlage eines Screeningprogramms gemäß § 5a Epidemiegesetz geleistet wurde.

Der Antrag auf Kostenersatz ist mittels vorgefertigten Formulars zu stellen. Dem Antrag sind zwingend Nachweise über die Testkosten (Rechnung), die Bezahlung (Zahlungsvermerk auf Rechnung, Überweisungsbestätigung) und einen Nachweis über den Beginn und das Ende des Turnus beizulegen. Sollte nicht mit vorhandenen Unterlagen (zB Rechnung usw.) nachgewiesen werden können, dass die Testkosten tatsächlich von der betreuten Person bzw. deren Angehörigen getragen wurden, kann das Formular „Bestätigung der Betreuungskraft über die Erstattung der Testkosten“ verwendet werden. Weiters muss geeignet nachgewiesen werden, dass eine 24-Stunden-Betreuung vorliegt (Betreuungsvertrag, aktuelle Honorarnote) und die 24-Stunden-Betreuung in Niederösterreich stattfindet (Betreuungsort im Betreuungsvertrag).

Der Kostenersatz ist für im Inland erfolgte Testungen mit einem Betrag bis zu  85 Euro und für im Ausland erfolgte Testungen mit einem Betrag bis zu 60 Euro pro Monat pro Betreuungskraft begrenzt.

Hinweis: 
Der Kostenersatz ist möglich, wenn die Testkosten von der betreuten Person, deren Angehörigen oder der Betreuungskraft getragen wurden. 

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Abteilung Soziales und Generationenförderung
Landhausplatz 1, Haus 14 3109 St. Pölten
E-Mail: post.gs5@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-16341
Fax: 02742/9005-16220   
Letzte Änderung dieser Seite: 23.9.2021
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