09.05.2023 | 14:39

Achte Saison von Marie Rötzer am Landestheater Niederösterreich

Auftakt am 15. September mit Molières „Der Menschenfeind“

Man habe die Pandemie gut überstanden und sei mit dem wieder zurückgekehrten Publikum enger zusammengewachsen, sagte Marie Rötzer am heutigen Dienstag im Landestheater Niederösterreich in St. Pölten, wo sie gemeinsam mit der leitenden Dramaturgin Julia Engelmayer, dem Dramaturgen Thorben Meißner und der kaufmännischen Geschäftsführerin Olivia Khalil die Spielzeit 2023/2024, Rötzers bereits achte am Landestheater, vorstellte.

„Das Landestheater entwickelt sich immer mehr zu einem internationalen, mehrsprachigen Theater - durch Gastspiele im Haus, Koproduktionen, aber auch durch Gastspiele des Landestheaters im Ausland. Dabei wollen wir Beziehungen nach außen knüpfen, uns von ihnen inspirieren lassen und gleichzeitig Kulturbotschafter Niederösterreichs sein. Wir setzen auf Gemeinsamkeit und Offenheit und bieten in der kommenden Spielzeit ein breites Spektrum zwischen der großen Klassik, zeitgenössischen Regiehandschriften und Uraufführungen“, betonte dabei die künstlerische Leiter des Landestheaters.

Gestartet wird am 15. September mit Molières 1646 uraufgeführter Charakterkomödie „Der Menschenfeind“ in einer Inszenierung von Dominic Oley. Die zweite Premiere im Großen Haus gilt in einer Koproduktion mit dem Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg Ödön von Horváths modernem Klassiker „Kasimir und Karoline“ in einer Inszenierung von Moritz Franz Beichl (ab 30. September), gefolgt von der Uraufführung einer Dramatisierung von Ilse Aichingers 1948 veröffentlichtem autobiographischen Roman „Die größere Hoffnung“ in einer Inszenierung von Sara Ostertag (ab 1. Dezember).

Die erste Premiere in der Theaterwerkstatt ist am 20. Jänner 2024 eine Dramatisierung von Franz Kafkas Roman „Der Prozess“ in der Regie von Jonathan Heidorn, die zweite am 23. Februar 2024 „Orpheus oder Die Sprache der Liebe“ nach Ovid, Claudio Monteverdi, William Shakespeare u. a. in der Regie von Sebastian Schimböck. Die nächsten Premieren gehen wieder im Großen Haus über die Bühne: am 1. März 2024 „Die Troerinnen“ von Euripides der slowakischen Regisseurin Sláva Daubnerová und am 20. April 2024 Friedrich Dürrenmatts Komödie „Die Physiker“ der ungarischen Regisseurin Kriszta Székely.

Die letzte Premiere auf der großen Bühne ist für 11. Mai 2024 angesetzt, wenn „Alfa Romeo und die elektrische Giulietta“, eine Koproduktion mit dem niederländischen Kollektiv Wunderbaum und dem St. Pöltner „Tangente“-Festival, als Musiktheater über die Zukunft der Mobilität uraufgeführt wird. Das „Bürger*Innentheater“ bringt ab 4. Mai „Unerwartete Gemeinsamkeit“ (Regie: Nehle Dick, der Spielort ist noch offen); weiter im Repertoire bleiben u. a. Frank Castorfs Inszenierung von „Schwarzes Meer“, „Die Reise“ nach Franz Kafka, „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes sowie „Ein Apartment auf dem Uranus“ als Streaming.

Das Theater für Kinder und Jugendliche umfasst in der nächsten Spielzeit für Kinder ab vier Jahren „Der Regebogenfisch“ vom Marcus Pfister in einer Inszenierung von Verena Holztrattner (ab 22. September in der Bühne im Hof), für Kinder ab sechs Jahren Erich Kästners „Emil und die Detektive“ in einer Inszenierung von Felix Metzner (ab 11. November), für Jugendliche ab 14 Jahren Thomas Manns „Mario und der Zauberer“ in einer Inszenierung von Sebastian Schimböck als Klassenzimmertheater (ab 29. November) sowie „Re:Formation“ des Theaterclubs 14+ gemeinsam mit Jugendlichen aus Eisenach im ostdeutschen Thüringen (ab 25. Mai 2024), für Kinder ab zwölf Jahren Wolfgang Herrndorfs „Tschick“ in einer Inszenierung von Mira Stadler (ab 11. Jänner 2024 in der Bühne im Hof) und für Kinder ab fünf Jahren als Gastspiel des Theaters mit Horizont das Musical „Alice im Wunderland“ (ab 24. Mai 2024). Wiederaufgenommen werden die Klassenzimmertheater-Stücke „Name: Sophie Scholl“ und „Schachnovelle“; die Adventlesungen für Kinder bringen Mira Lobes „Eine Geschichte vom Nikolaus“ (2. Dezember), Paul Maars „Das Sams feiert Weihnachten“ (9. Dezember) und Jujja Wieslanders und Sven Nordqvists „Mama Muh feiert Weihnachten“ (16. Dezember).

An der Spitze der Gastspiele steht in der nächsten Saison Isabella Rossellinis Performance „Darwin‘ Smile (Darwins Lächeln)“ ab 2. Februar 2024. Christoph Marthaler zeigt seine Inszenierung von „Das Weinen (Das Wähnen)“ nach Texten von Dieter Roth am Schauspielhaus Zürich in St. Pölten ab 26. Jänner 2024, das Rambazamba Theater „Einer flog über das Kuckucksnest“ in einer Inszenierung von Leander Haußmann ab 7. März 2024. Nikolaus Habjan ist mit „F. Zawrel -Erbbiologisch und sozial minderwertig“ wieder ab 19. März 2024 zu Gast, The Chorus of Women Foundation mit „Mothers: A Song for Wartime“ von Marta Górnicka ab 5. Juni 2024.

Am 12. Dezember lesen Christiane von Poelnitz und Jens Harzer „Wir haben es nicht gut gemacht", den Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Max Frisch, am 19. Jänner 2024 Nikolaus Habjan und Julia Kreusch Loriot. Auch der „Blätterwirbel“ bringt im Landestheater wieder zwei Autorenporträts (am 13. Oktober von Tanja Maljartschuk und am 21. Oktober von Reinhard Kaiser-Mühlecker) sowie eine Buchpräsentation (von Ilija Trojanows „Tausend und ein Morgen“) am 25. Oktober. Das Sonderformat „Transformationsbüro“ wird die Gesprächsreihe „Der utopische Raum“ fortsetzen und sich dem „Beziehungsstatus: kompliziert“ widmen. Das „Erinnerungsbüro“ wird wieder Stadtspaziergänge zur jüdischen Geschichte St. Pöltens, gemeinsam mit dem Museum Niederösterreich und dem Stadtmuseum St. Pölten „Lange Tafeln“ und nicht zuletzt das Online-Format „Die lebendige Bibliothek“ anbieten.

Mit Stand Frühjahr 2023 wurden vom Landestheater in der aktuellen Saison rund 33.000 Karten verkauft, die Auslastung lag bei 174 Vorstellungen exklusive der Sonderformate im Großen Haus bei 84 Prozent bzw. insgesamt bei 82 Prozent. In der nächsten Spielzeit wird es keine Ticketpreiserhöhungen geben; mit Ende 2023 strebt man das Umweltzeichen für Theaterbetriebe an.

Nähere Informationen, das detaillierte Programm und Karten beim Landestheater Niederösterreich unter 02742/908080-600, e-mail karten@landestheater.net und www.landestheater.net.

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