Gefahren im Winter – das sollten Sie wissen!

aktualisiert am 30. Dezember, 07:00 Uhr (sk)

Der Winter in Niederösterreich ist nicht nur schön, weil alles glitzert, sondern birgt auch einige Risiken. Besonders die großen Tiefdruckgebiete (Sturmtiefs) über Europa bringen jedes Jahr starke Stürme, die sogar Menschen gefährden können.

Der Jahreswechsel wird windig mit etwas Schnee bis in die Niederungen.

Sturmtiefs – die unsichtbaren Kraftpakete

Sturmtiefs (große Tiefdruckgebiete) bilden sich bereits über dem Atlantik und können meist gut von den Wetterdiensten vorhergesagt werden. Wenn sie das europäische Festland erreichen hören wir meist schon von schweren Schäden aus Großbritannien, Deutschland oder Frankreich. Wenn die Sturmfronten bis nach Österreich gelangen, können auch bei uns Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h auftreten – oft über mehrere Stunden oder sogar Tage hinweg. Solche Sturmböen können Bäumen entwurzeln und Schäden an Dächern anrichten.

Bei Windgeschwindigkeiten ab 117 km/h spricht die Meteorologie von einem Orkan – dabei werden ganze Dächer weggeblasen und im Forst kann es zu großflächigen Windwürfen kommen. Menschen werden bei derartig hohen Windgeschwindigkeiten umgeschmissen.

Wenn Warnungen vorliegen sichern Sie vorsorglich gefährdete, lose Gegenstände wie zum Beispiel Mülltonnen, Plakatständer, Gartenmöbel und Kindertrampoline, um Schäden zu vermeiden. Der Aufenthalt im Freien und in der Nähe von Bäumen während eines Sturms ist zu meiden. Autofahrten durch Waldgebiete sind aufgrund umstürzender Bäume lebensgefährlich.

Begleitende Gefahr: Schnee und Wind

Starke Schneefälle in Verbindung mit starkem Wind führen zu Schneeverwehungen (große durch Wind angehäufte Schneemengen, die Straßen blockieren können). Auch im Flachland können diese Verwehungen dazu führen, dass Ortschaften nicht oder nur schwer erreichbar sind. 

⇒  Beachten Sie die aktuelle Wetterentwicklung und bestehende Warnungen der 
     Geosphere Austria. 

⇒  Beachten Sie die Pegelprognosen des hydrographischen Dienstes!

Beispiele aus der Vergangenheit

Schneestürme können auch in Niederösterreich für Behinderungen sorgen. So musste etwa in den Wintern 2021, 2022 und 2023 die A21 (Wiener Außenringautobahn) wegen extremen Schneefällen vorsorglich gesperrt werden. Am 19. April 2017 sorgte ein Wintereinbruch auf der A21 und der A1 für ein Verkehrschaos. Im Alpenvorland fielen innerhalb von 24 Stunden bis zu einem Meter Neuschnee.

Im Jänner 2019 verursachten extreme Schneemengen in den Bezirken Amstetten, Scheibbs und Lilienfeld Straßensperren, Evakuierungen wegen großer Lawinengefahr, hohe Schneelasten auf Dächern und lokale Stromausfälle. Tausende Einsatzkräfte mussten helfen.

Die größten Schäden in Niederösterreich verursachten die Orkane „Kyrill“ (Jänner 2007) und „Emma“ (Anfang März 2008). Beim Orkan „Kyrill“ starben in Europa über 40 Menschen durch umstürzende Bäume und herumfliegende Trümmer. 


Folgen des Katastrophenhochwasser 2024 - ein Jahr danach

Nach der Hochwasserkatastrophe im September 2024 sind nach wie vor viele Familien mit den Folgen des Hochwassers noch beschäftigt.

Bitte beachten Sie das umfangreiche Informationsangebot für Hochwasseropfer

Bitte beachten Sie die hilfreichen Informationen der ENU für Betroffene (Infoveranstaltungen, Tips zur Beseitigung von Wasserschäden, Trinkwasserbrunnen...)

Zusammenfassung der Hochwasserkatastrophe aus hydrologischer und meteorologischer Sicht (Artikel der Abteilung WA2)

"AT ALERT" - das neue Bevölkerungs-Warnsystem wurde am 5. Oktober 2024 erstmals österreichweit im Rahmen der jährlichen Sirenenprobe erfolgreich getestet. Auch bei der Hochwasserkatastrophe im September 2024 kam die neue Technologie bereits testweise zur Anwendung. Nähere Informationen finden Sie hier. 


 

Ihre Kontaktstelle des Landes für Zivil- & Katastrophenschutz

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz
Langenlebarner Strasse 106 3430 Tulln E-Mail: post.ivw4@noel.gv.at
Tel: 02742/9005 - 13352

Letzte Änderung dieser Seite: 30.12.2025
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