Am gestrigen Donnerstag-Nachmittag fand im Vienna Airport Conference and Innovation Center am Flughafen Wien in Schwechat das größte Netzwerktreffen der niederösterreichischen Ein-Personen-Unternehmen – die EPU-Convention – mit 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Diese hatten dabei die Gelegenheit, sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und neue Impulse mitzunehmen. Als Ehrengäste konnte EPU-Sprecherin Michaela Habinger unter anderen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Thomas Schaden, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Alexandra Höfer, Direktor-Stellvertreterin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Mario Freiberger, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer Niederösterreich in Schwechat, und in Vertretung des Hausherrn Wolfgang Scheibenpflug, Geschäftsbereichsleiter für Immobilien- und Standortmanagement der Flughafen Wien AG, begrüßen.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sagte im Gespräch, dass man, wenn man da hineinschaue, spüre, was die Stärke Niederösterreichs ausmache, nämlich das Unternehmertum und die Vielfalt. „Ihr seid eine große Anzahl an wichtigen Unternehmen“, führte Mikl-Leitner aus, dass von 120.000 Unternehmen in Niederösterreich 67 Prozent zu den Ein-Personen-Unternehmen gehören. „Einzigartig, professionell, umsetzungsstark“, der Slogan der EPUs, treffe zu. „Die Vielfalt ist grenzenlos“, betonte die Landeshauptfrau in Hinblick auf die Branchen, in denen EPUs überall tätig seien. Sie betonte außerdem die Stärke der Flexibilität: „Gerade Ein-Personen-Unternehmen sind es gewohnt auf Marktveränderungen, Wünsche und Sorgen der Kundinnen und Kunden zu reagieren.“ Diese würden auch Marktnischen finden, sich umstellen und mit ihrer Dynamik, die sie in die Regionen bringen, punkten und damit auch für Wertschöpfung sorgen.
„Wohlstand kommt von Wirtschaften. Wohlstand kommt von Leistung“, betonte die Landeshauptfrau, dass es in dieser herausfordernden Zeit deshalb das Wichtigste sei, dass die Wirtschaft wieder in Schwung komme, dass Initiativen gesetzt werden und die Wirtschaft wieder Zukunft habe. Da sei man auch seitens des Landes gefordert, hob Mikl-Leitner die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer hervor und betonte die Wirtschaftsstrategie, die man an die heutigen Herausforderungen angepasst habe. Den Fokus lege man auf Investitionen im Bereich der Infrastruktur, Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz und in die Entbürokratisierung. Die größte angelegte Verwaltungsreform sei in Umsetzung, sagte Mikl-Leitner, dass man bereits in einem ersten Schritt jedes sechste Landesgesetz vereinfacht habe und nannte den „Verfahrensexpress plus“. Zentralste Aufgabe sei es, „dass wir es den Unternehmern möglich machen zu arbeiten und zu wirtschaften“.
Die Landeshauptfrau gratulierte den Ein-Personen-Unternehmen zum Mut, Ideen umzusetzen. Die EPU-Convention sei eine gute Plattform, um sich zu vernetzen, Ideen auszutauschen und von den Erfahrungen anderer zu lernen. „Ich wünsche euch, dass ihr all eure Ideen, die ihr habt, in die Realität umsetzt und damit Erfolgsgeschichte schreibt“, betonte Mikl-Leitner, dass der Erfolg der Unternehmerinnen und Unternehmer schlussendlich der Erfolg der niederösterreichischen Landsleute sei.
Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, betonte die große Stärke, wie man in Niederösterreich in der Wirtschaft aufgestellt sei: von Ein-Personen-Unternehmen über Klein- und Mittelunternehmen bis hin zu Industriebetrieben. Er bedankte sich bei den Unternehmerinnen und Unternehmern, „dass ihr mit so viel Engagement und Einsatz für die Wirtschaft in Niederösterreich da seid“. Ecker hob auch die gute Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich hervor. Er gratulierte zu dem Spruch „Einzigartig, professionell, umsetzungsstark“, damit müsse man hinaus, „um zu zeigen, was Ein-Personen-Unternehmen können und dass diese ein Teil der Wirtschaft sind, der nicht wegzudenken ist“. „Wir in der Wirtschaft haben es immer wieder geschafft, positiv und mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen“, das solle man sich beibehalten, appellierte der WKNÖ-Präsident außerdem die Wirtschaftskammer und ihre vielen Serviceleistungen, die sie gerade auch im Bereich der Ein-Personen-Unternehmen habe, zu nutzen.
EPU-Sprecherin Michaela Habinger betonte: „Die rund 63.000 Ein-Personen-Unternehmen in Niederösterreich sind nicht nur ein wichtiger Teil unserer Wirtschaft, sondern tragen mit ihrem Engagement, ihrer Innovationskraft und ihrem Unternehmergeist wesentlich zur Stärke unseres Landes und zum Wachstum unseres Wirtschaftsstandortes bei.“ Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sagte sie: „Ohne Sie gebe es diesen Tag nicht. Sie sind mutig, Sie gehen neue Wege, Sie tragen Verantwortung, Sie schaffen Arbeitsplätze, bringen Ideen auf den Markt und zeigen jeden Tag, was Unternehmertum in seiner besten Form bedeutet.“
Wolfgang Scheibenpflug, Geschäftsbereichsleiter für Immobilien- und Standortmanagement der Flughafen Wien AG, sagte: „Ein-Personen-Unternehmen sind heute zentraler Bestandteil unserer Wirtschaft, sie stehen für Mut, Flexibilität und Innovationskraft. Sie erkennen Chancen früh, reagieren schnell und treiben Entwicklungen voran.“ In Zeiten des Wandels, in dem man sich gerade massiv befinde, zeige sich, wie wertvoll diese unternehmerische Tätigkeit sei. „EPUs sind nicht nur wirtschaftlich relevant, sie sind Impulsgeber und Wegbereiter für neue Ideen“, führte Scheibenpflug aus, dass unternehmerischer Erfolg aber nicht nur vom Engagement abhänge, sondern auch vom Umfeld. Mit der Airport City habe man ein gutes Umfeld für EPUs und internationale Unternehmen aufgebaut, hob Scheibenpflug die internationale Anbindung und die modernen Arbeitsplätze hervor.
Nach den Eröffnungsworten erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Keynote von Sabine Hübner, CEO und Founder der Beratungsagentur forwardservice, mit dem Titel „Zukunftspotenzial Service: Digital gedacht, menschlich gemacht“. Nach der ersten Netzwerkpause konnte aus drei Vorträgen gewählt werden: „Team of One: Wie Sie als EPU mit KI-Mitarbeitenden die Schlagkraft eines ganzen Teams erreichen“ von Anna Kofler Geschäftsführerin von dryven GmbH, „Darum prüfe, wer sich vertraglich bindet“ von Peter Kubanek, Abteilungsleiter Rechtspolitik und Kammeranwalt der WKNÖ, und „Die größten Steuerfehler von EPU – und wie Sie sie vermeiden“ von Steuerberater Jürgen Sykora. Nach einer weiteren Netzwerkpause ging es weiter mit dem Mentalkünstler Thorsten Havener und „Connect – Kommunikationsfähigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg“ bevor der Abend gemütlich und ganz im Sinne des Netzwerkens und Austausches ausklang.
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Bei der EPU-Convention 2026 am Flughafen Wien: WKNÖ-Vizepräsident Thomas Schaden, die EPU-Ausschussmitglieder Birgit Streibel-Lobner und Astrid Wessely, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, EPU-Sprecherin Michaela Habinger, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, WKNÖ-Direktor-Stellvertreterin Alexandra Höfer, die EPU-Ausschussmitglieder Martina Kerschbaumer, Helga Huber und Andreas Anibas, EPU-Beauftragte der WKNÖ Nicole Wöllert sowie WKNÖ-Bezirksstellenleiter (Schwechat) Mario Freiberger (v.l.n.r.)

WKNÖ-Vizepräsident Thomas Schaden, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, EPU-Sprecherin Michaela Habinger und WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker (v.l.n.r.)

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit EPU-Sprecherin Michaela Habinger
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