Der letzte Bauabschnitt der B 36 Umfahrung Großglobnitz – Kleinpoppen geht in die Endphase

Die Umfahrung Großglobnitz-Kleinpoppen bildet den Lückenschlusses der Achse Zwettl-Vitis . Damit sollen die Orte vom Durchzugsverkehr entlastet werden.

Nach einer Bauzeit von rund vier Jahren wurde im Jahr 2024 der nördliche Teilabschnitt der Landesstraßen-Umfahrung B 36 Großglobnitz-Kleinpoppen für den Verkehr freigegeben. Seitdem laufen die Bauarbeiten im südlichen Teilabschnitt weiter, deren Abschluss für den Herbst 2027 geplant ist. Parallel dazu erfolgt der Umbau der Bestandskreuzung B 36 / L 68 im Zulauf zur Umfahrung in eine Vollanschlussstelle (AST Großglobnitz).

Mit Fertigstellung aller Arbeiten im Herbst 2027 wird die Landesstraßen-Umfahrung B 36 Großglobnitz-Kleinpoppen endgültig über den gesamten Verlauf für den Verkehr freigegeben. Die Gesamtbaukosten für die Umfahrung (Abschnitt Nord und Süd) sowie die Neuerrichtung der Vollanschlussstelle Großglobnitz belaufen sich auf ca. 59 Millionen Euro.

Derzeit fließt der Verkehr der Landesstraße B 36 zwischen Großglobnitz und Kleinpoppen noch durch die Ortsgebiete von Großglobnitz, Kleinotten, Mayerhöfen, Niederglobnitz, Wolfenstein und Kleinpoppen. Zur Entlastung vom Durchzugsverkehr, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Steigerung der Lebensqualität wurde das Projekt der Umfahrung 2021 in mehreren Bauabschnitten realisiert.

Seit August 2024 ist der nördliche Teilabschnitt befahrbar. Die Ortschaften Wolfenstein und Kleinpoppen wurden jeweils mit eigenen Anschlussstellen an die Umfahrung angebunden. Teile der alten Landesstraße B 36 wurden, da nicht mehr benötigt, rückgebaut; die freiwerdenden Flächen stehen wieder der landwirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung.

Trassenverlauf der B36
© GrpST


Die Umfahrung Großglobnitz-Kleinpoppen (Abschnitt Süd) schließt nach Fertigstellung des Nordabschnitts die Lücke der Achse Zwettl-Vitis vollständig. Mit diesem Abschnitt werden die Orte Großglobnitz, Kleinotten, Mayerhöfen und Niederglobnitz vom Durchzugsverkehr entlastet.

Trassenplanung B36 Süd-Abschnitt
© GrpST


Seit 2024 werden im Abschnitt Süd bereits Brücken, der Erdbau für die Trasse und die Entwässerungsanlagen errichtet. Im finalen Bauabschnitt (2026–2027) folgen nun der Straßenbelag und die erforderliche Straßenausrüstung. Parallel dazu wird die Bestandskreuzung B 36 / L 68 zur Vollanschlussstelle (AST Großglobnitz) ausgebaut.

Die Umfahrungsstrecke im Abschnitt Süd erstreckt sich über eine Länge von rd. 5,2 km. Der gesamte Streckenverlauf wurde einstreifig je Richtung mit einer Fahrstreifenbreite von 3,5 m ausgeführt.
Für die Errichtung sind sechs Brückenobjekte, eine Anschlussstelle, eine Gewässerschutzanlage und zwei Schutzdämme erforderlich.
Sämtliche Straßenwässer werden in den Gewässerschutzanlagen gefasst, durch Bodenfilter gereinigt und über Ableitungskanäle in die Vorfluter eingeleitet. Eine Versickerung chloridhaltiger Straßenwässer erfolgt nicht.
Weiters wurden zahlreiche ökologische Begleitmaßnahmen umgesetzt, darunter Ersatzaufforstungen und zwei Fledermauskorridore. Mit der Fertigstellung wird für viele Bewohner eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität erreicht.

Parallel zur Fertigstellung der Umfahrung wird die Bestandskreuzung B 36 / L 68 im Zulauf zur Umfahrung in eine Vollanschlussstelle (AST Großglobnitz) umgebaut.
Erforderlich sind hierfür ein Brückenobjekt, vier Rampen sowie der Ausbau der Straßenentwässerung. Damit ist künftig eine uneingeschränkte Befahrbarkeit in alle Richtungen gewährleistet. Alle Verkehrsbeziehungen bleiben direkt möglich, wodurch Umwege entfallen und die Erreichbarkeit der Region weiter verbessert wird.

... der Umfahrung Großglobnitz-Kleinpoppen, Abschnitt Süd

Länge5,2 km
Wirtschaftswege8,6 km
Fahrstreifenbreite1-streifig je Richtung, 3,5 m
Anschlussstellen1 (AST L 68)
Brücken 6
Gewässerschutzanlagen1
Schutzdämme2
Erdbewegungca. 230.000 m³ 
Asphaltca. 60.000 m² 
Leitungs- und Kanalbau ca. 10 km 

... der Anschlussstelle Großglobnitz

Brücken1
Rampen4 (Vollanschlussstelle) 
Fahrstreifenbreite B 36 1-streifig je Richtung, 3,75 m 
Fahrstreifenbreite Rampen 4,0 – 5,0 m 
Erdbewegung ca. 95.000 m³ 
Asphaltca. 11.000 m² 

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